Die Wirtschaft ist ja auch Teil der Politik. Politik, also die öffentliche Sache, ist doch letztlich alles. Im Moment sehen wir uns mit einer Politik konfrontiert, insbesondere eine Bildungspolitik, die von der Entwicklung heillos überfordert ist und aus Angst, Einfluss oder Macht zu verlieren, hinten nachhinkt. Gewerkschaften, Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer müssten eigentlich gemeinsam die Spitzenpolitiker ihrer Fraktionen ermuntern, die anstehenden Dinge ernsthaft durchzudiskutieren. Etwa die Frage nach dem bedingungslosen Grundeinkommen seriös durchrechnen lassen. Dies wäre in maximal zwei Jahren lösbar. Auf dieser Basis kann man dann unaufgeregt und abseits semantisch geprägter Ideologiediskussionen entscheiden.
OÖN: Zwei Jahre ist sehr optimistisch. Allein die Diskussion um die Schulsysteme dauert schon mehr als 40 Jahre …
Nicht, wenn ich eine Expertengruppe zusammenstelle und sage: Rechnet mir ohne Ideologieverbrämtheit durch, ob das eine sozialromantische Utopie oder halbwegs realistisch durchführbar ist. Erst dann beginnt der politische Prozess. Aber wir wissen nicht einmal, ob es nicht doch relativ einfach ginge, wenn alle Transferleitungen wegfallen und die Wirtschaft um diesen Sockelbetrag entlastet wird. Ich bin überzeugt, dass sich in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts die Erkenntnis durchgesetzt haben wird: Wir Menschen können Arbeit und Kreativität erst jenseits der Existenzsorge leisten.
Datum_z:
26.04.2010 (All day)
Kommentare
vor 1 Tag 10 Stunden
vor 3 Tage 9 Stunden
vor 3 Tage 21 Stunden
vor 1 Woche 1 Tag
vor 1 Woche 1 Tag
vor 2 Wochen 1 Tag
vor 2 Wochen 1 Tag
vor 2 Wochen 1 Tag
vor 2 Wochen 4 Tage
vor 2 Wochen 4 Tage