Ein jedes (Programm) will Armut beheben indem zuerst etwas anderes behoben werden soll.
Ich bin heute davon überzeugt, dass der einfachste Ansatz sich als der effektivste erweisen wird – die Behebung der Armut durch ihre direkte Beseitigung mittels einer heute breit diskutierten Maßnahme: Dem bedingungslosen Grundeinkommen [wörtl: “dem garantierten Einkommen”].
Früher in diesem [dem 20.] Jahrhundert wäre dieser Vorschlag mit Gespött aufgenommen und als zerstörerisch gegenüber Eigeninitiative und -verantwortung verunglimpft worden. Seinerzeit wurde der wirtschaftliche Status als Maß für die Fähigkeiten und Talente des Individuums angesehen. Im simplifizierenden Denken jener Tage war das Nichtvorhandensein materieller Güter Kennzeichen für einen Mangel an Fleiß und Moral.
Es war ein weiter Weg bis zu unserem heutigen Verständnis der menschlichen Motivation und der blinden Abläufe unseres Wirtschaftssystems. Jetzt werden wir gewahr, dass Fehlallokationen in unserer Marktwirtschaft und die vorherrschende Ausgrenzung Menschen in Untätigkeit abdrängen und gegen ihren Willen in permanenter oder wiederholter Arbeitslosigkeit festhalten. Die Armen werden heute seltener von unserem Gewissen als minderwertig und unfähig abgelehnt. Wir wissen auch, dass ganz egal wie dynamisch die Wirtschaft wächst und sich entwickelt, sie keineswegs alle Armut beseitigt.
Datum_z:
01.01.1967 (All day)
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