Johann Gottfried Frey (* 28. März 1762 in Königsberg (Preußen); † 25. April 1831 in Königsberg (Preußen)) war ein Preußischer Verwaltungsbeamter. Von historischer Bedeutung war er als Mitarbeiter des Heinrich Friedrich Karl vom und zum Stein. Von Frey stammen die Grundlagen der Städteordnung von 1808.
Zutrauen veredelt den Menschen, ewige Vormundschaft hemmt sein Reifen
Zutrauen veredelt den Menschen, ewige Vormundschaft hemmt sein Reifen, Antheil an den öffentlichen Angelegenheiten gibt politische Wichtigkeit und jemehr diese an Umfang gewinnt, wächst das Interesse für Gemeinwohl und der Reiz zur öffentlichen Thätigkeit, welche den Geist der Nation erhebt, zur Erwerbung gemeinnütziger Kenntnisse, ja selbst eines unbescholtenen Rufes anfeuert und dadurch den Egoismus und die Frivolität zügelt.
Leitspruch der grundlegenden Denkschrift von Johann Gottfried Frey zur von Freiherr von Stein durchgesetzten Preußischen Städteordnung von 1808: „Zutrauen veredelt den Menschen, ewige Vormundschaft hemmt sein Reifen" bezeichnet die Richtung der erstrebten Neuordnung. Überwunden werden sollte sowohl die bürokratische Bevormundung wie der staatsfremde Egoismus des Bürgertums; durch Teilnahme an der Selbstverwaltung sollte neuer Gemeinsinn geweckt werden.
Das Zitat wird irrtümlicher Weise mit Freiherr von Stein in Verbindung gebracht.
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