Millionen von Ausgeschlossenen, die einen Keil durch unsere Gesellschaft treiben

Wir reden hier nicht von einigen verlorenen unglückseeligen Existenzen, die zweifellos ein erhebliches soziales Problem darstellen. Sondern von Millionen von Ausgeschlossenen, die einen Keil durch unsere Gesellschaft treiben. Kinder, die in Verhältnissen aufwachsen, wo es für keinen Zoobesuch, keinen Musikunterricht und nicht für Fussballschule reicht. Junge Leute ohne Hauptschulabschluss, die sich mit Gelegenheitsjobs zufrieden geben müssen. Frauen und Männer im mittleren Alter, die freigesetzt worden sind und keine Aussicht auf eine Wiederbeschäftigung haben. Scheinselbständige und Projektmitarbeiter ohne soziale Rechte und politische Stimme. Minijobber und Hartz IV Aufstocker, denen es kaum zum Leben reicht. Kunden der Bundesagentur für Arbeit, die in einer Maßnahmenkarriere verloren gegangen sind. Und verschämte alte Leute, die sich in ihre Zweizimmerwohnung zurückgezogen haben. Gemeinsam ist ihnen, dass sie für sich keine Perspektive mehr sehen. Dass sie den Mut verloren haben. Und zu der Überzeugung gelangt sind, dass es auf sie nicht mehr ankommt.
März 2008

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