Zitate von Wissenschaft

Wir Menschen können Arbeit und Kreativität erst jenseits der Existenzsorge leisten

Die Wirtschaft ist ja auch Teil der Politik. Politik, also die öffentliche Sache, ist doch letztlich alles. Im Moment sehen wir uns mit einer Politik konfrontiert, insbesondere eine Bildungspolitik, die von der Entwicklung heillos überfordert ist und aus Angst, Einfluss oder Macht zu verlieren, hinten nachhinkt. Gewerkschaften, Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer müssten eigentlich gemeinsam die Spitzenpolitiker ihrer Fraktionen ermuntern, die anstehenden Dinge ernsthaft durchzudiskutieren. Etwa die Frage nach dem bedingungslosen Grundeinkommen seriös durchrechnen lassen. Dies wäre in maximal zwei Jahren lösbar. Auf dieser Basis kann man dann unaufgeregt und abseits semantisch geprägter Ideologiediskussionen entscheiden.

Wollen wir den Zwang eines jeden oder zeitgemäße Bürgerrechte?

Wenn der Arbeitsmarkt die entscheidende Funktion, möglichst alle Bürger mit Erwerbskraft zu versorgen, nicht mehr leistet, dann müssen wir eben einen Teil des Bruttosozialprodukts mit anderen Methoden verteilen.

Maschinen machen sich als Buhmann schlechter als Chinesen oder Polen

Die Zahl der Jobs, die in Deutschland verschwinden, weil sie zum Beispiel nach Osteuropa oder China verlagert werden, ist verschwindend gering. Sie macht gerade mal ein Prozent der abgebauten Stellen aus. Der wirkliche Jobkiller ist der technologische Fortschritt. Aber davon hören Sie von den Politikern kein Wort. Maschinen machen sich als Buhmann eben schlechter als Chinesen oder Polen.

Nicht wird der Mensch durch Arbeit zum Menschen

Nicht wird der Mensch durch Arbeit zum Menschen, sondern durch seine Anerkennung als Zweck an sich in einem Gemeinwesen und in der Familie. Das Gelingen des Prozesses der Sozialisation vom Kind zum Erwachsenen entscheidt sich daran, ob ein Kind genau diese Anerkennung erfährt. Sie ist es, woran sich Selbstvertrauen bildet.

Zahlt, ob er arbeitet oder nicht, ob er arm ist oder reich

Schafft die Arbeitslosenunterstützung ab, die gesetzlichen Pensionen, die Sozialhilfe, die Kinderzulagen, die Steuerermäßigungen und Steuergutschriften für unterhaltsberechtigte Personen, die Stipendien, die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und den »zweiten Arbeitsmarkt«, die staatliche Hilfe für Unternehmen, die in Schwierigkeiten sind.

Aber zahlt monatlich jedem Bürger eine ausreichende Summe zur Befriedigung der Grundbedürfnisse einer alleinstehenden Person. Zahlt ihm diese Summe, ob er arbeitet oder nicht, ob er arm ist oder reich, ob er allein wohnt oder mit seiner Familie, in freier Ehe oder in Gemeinschaft, ob er in der Vergangenheit gearbeitet hat oder nicht. Macht die Höhe dieser Summe nur vom Alter und vom Grad der eventuellen Erwerbsunfähigkeit abhängig.

Und finanziert das Ganze durch eine progressive Steuer der anderen Einkommen jeder Einzelperson. Schafft parallel dazu alle für den Arbeitsmarkt geltenden Regeln ab sowie alle Gesetze, die einen Mindestlohn und eine Arbeitszeithöchstgrenze vorschreiben. Beseitigt alle administrativen Hindernisse, die der Teilzeitarbeit im Wege stehen. Senkt das Alter, bis zu dem Schulpflicht besteht. Schafft die Verpflichtung ab, ab einem bestimmten Alter in Ruhestand zu gehen.

Setzt das alles durch. Und beobachtet, was dann passiert. Fragt euch insbesondere, was aus der Arbeit wird, aus dem Arbeitsinhalt, aus den Arbeitstechniken und aus den menschlichen Beziehungen, die den Rahmen der Arbeit bilden.

Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verdienen

"Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verdienen, denn nur wer fleißig und schwer arbeitet, arbeitet auch gut. So ist es doch, nicht wahr? "(Gabriele Fischer)


Natürlich nicht. Unser Problem besteht darin, dass so viele das für so richtig halten. Nicht nur Arbeit, die mit Händen gemacht wird, ist ehrliche Arbeit. Wenn wir den Wohlstand erhalten und mehren wollen, müssen wir vor allem die Kopfarbeit steigern. Alles, was dazu dient, dass man heute etwas besser machen kann, entspringt der Kopfarbeit, und wenn wir nicht mit allen Konsequenzen zurück wollen in die alten Zeiten, dann sollten wir das endlich verstehen lernen. Mit den Händen können wir auf unserem Niveau ganz bestimmt nicht produktiver werden.

Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen

Man kann ein Problem nicht mit den gleichen Denkstrukturen lösen, die zu seiner Entstehung beigetragen haben.

Albert Einstein, Physiker

Es ist leichter, ein Atom zu spalten, als ein Vorurteil

Welch seltsame Zeit, in der es leichter ist, ein Atom zu spalten als ein Vorurteil!

Albert Einstein, Physiker

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