Zitate von Unternehmer

Der Gründer der dm-​Drogeriemarktkette, Götz Werner, war zu Gast im Gymnasium Friedrich II. Lorch

Götz Werner, Gründer der dm-​Drogeriemarktkette, sprach auf Einladung von Oberstudiendirektor Jörg Traub vom Gymnasium Friedrich II. Lorch über seine Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens für jeden Menschen in Deutschland.

Streitgespräch Götz Werner und Herrn Hank (FAZ) - Pro und Kontra Grundeinkommen

Ein Streitgespräch zwischen Götz Werner und Herrn Hank (FAZ)  kann hier angehört werden.

Die Wirtschaft hat nicht die Aufgabe, Arbeitsplätze zu schaffen.

Die Wirtschaft hat nicht die Aufgabe, Arbeitsplätze zu schaffen. Im Gegenteil. Die Aufgabe der Wirtschaft ist es, die Menschen von der Arbeit zu befreien.

Hartz IV ist offener Strafvollzug

Dieses manische Schauen auf Arbeit macht uns alle krank. Und was ist denn Hartz IV? Hartz IV ist offener Strafvollzug. Es ist die Beraubung von Freiheitsrechten. Hartz IV quält die Menschen, zerstört ihre Kreativität. Es ist ein Skandal, dass eine rot-grüne Regierung dieses destruktive Element in die Gesellschaft gebracht hat.

Ich konnte ihm folgen

Als Götz Werner die Idee [vom bedingungslosen Grundeinkommen] vor einigen Jahren ins Gespräch gebracht hat, konnte ich ihm noch folgen. Aber jetzt befinden wir uns in einer sehr fragilen finanziellen Situation, die erstmal bereinigt werden muss. Heute ist die absolut falsche Zeit für riskante Experimente.
 

Das bedingungslose Grundeinkommen verschafft dem Menschen einen Freiraum

Der Mensch definiert sich über die Arbeit, denn nur in der Arbeit kann der Mensch über sich hinauswachsen. Aber er muss natürlich den Sinn seiner Arbeit einsehen. Wenn ich eine Arbeit mache, nur um ein Einkommen zu haben, habe ich keinen Arbeitsplatz, sondern einen Einkommensplatz. Das ist das Dilemma in unserer Gesellschaft, dass viele Menschen nur einen Einkommensplatz haben. Das verändert sich in dem Moment, in dem die Menschen nicht mehr allein auf ihr Arbeitseinkommen angewiesen sind. Das bedingungslose Grundeinkommen verschafft dem Menschen einen Freiraum, so dass er sich keine Sorgen mehr um Existenz und Zukunft machen muss. Das setzt kreative Kräfte frei, und er kommt in die Lage, das zu machen, was er für richtig hält, auch abwarten zu können, mal ein Risiko eingehen zu können.

Ich glaube, dass die Menschen mehr arbeiten würden

Ich glaube, dass die Menschen mehr arbeiten würden, wenn sie frei nach ihren eigenen Gesichtspunkten arbeiten könnten. Das wäre eine ganz andere Effizienz, ein ganz anderes soziales Klima, wenn die Menschen arbeiteten, weil sie wollen und nicht, weil sie müssen.

Revolutionär denken und evolutionär handeln

Ich bin seit 33 Jahren Unternehmer und habe bei Null angefangen. Gegebenes zu hinterfragen, Neues zu denken und die gewonnenen Erkenntnisse dann zu verwirklichen, ist mir also alles andere als fremd. Meine Erfahrung sagt mir: Man muss revolutionär denken und evolutionär handeln. Oft wird nicht revolutionär genug gedacht und zu überstürzt gehandelt. Ich habe das immer wieder erlebt. Mit meinem Unternehmen stehe ich ja mittendrin im gesellschaftlichen Leben und habe permanent mit Kunden, Lieferanten und Behörden zu tun. Natürlich nehme ich auch die Anregungen von anderen auf. Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens gibt es schon seit Jahrzehnten.

Je mehr der Einzelne selbst sieht was für andere notwendig ist...

Je mehr der Einzelne selbst sieht was für andere notwendig ist, desto unternehmerischer wird er in seiner Arbeit sein.

Erwerbslose zählen zu einer suizidgefährdeten Risikogruppe

"In Zeiten der Arbeitslosigkeit steigen die Selbstmorde, was besonders dann bedenklich ist, wenn Erwerbsarbeit nicht mehr für alle auf Dauer verfügbar ist." schreibt telepolis.de.

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