Zitate von Theo Wehner

«Die Arbeitswelt neigt dazu, uns aufzufressen»

Warum leiden so viele Berufstätige unter Stress, obwohl es ihnen materiell besser geht denn je? «Vielen fehlt die Sinnkomponente», sagt Theo Wehner, Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der ETH Zürich.

Grundeinkommen im Blick der Wissenschaft

Prof. Theo Wehner und Max Neufeind von der ETH Zürich unterhalten sich über das bedingungslose Grundeinkommen. Beide sind Arbeitspsychologen. Das Grundeinkommen, stellen sie fest, ist keine Reparatur sondern ein Kulturimpuls. Keine Lösung, sondern eine Innovation.

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Grundeinkommen macht nicht faul!

Grundeinkommen macht genauso wenig faul, wie Erwerbsarbeit grundsätzlich fleißig macht!

Macht das Grundeinkommen faul?

Prof. Dr. Theo Wehner spricht über die Psychologie des Grundeinkommens.

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Vollbeschäftigung ist die utopischere Vorstellung als jene des bedingungslosen Grundeinkommens

Wir wissen heute recht gut, dass die vermeintlich konjunkturellen Probleme struktureller Art sind und letztlich Kontinuität aufweisen. Kontinuität besteht beispielsweise – positiv gesprochen in der Technologieentwicklung – real ausgedrückt in dem sich daraus ergebenden Rationalisierungspotenzial: Seit 1970 erhöht sich die Zahl der Güter und Dienstleistungen, die wir pro Stunde zu produzieren in der Lage sind, jährlich um ca. 2,6 Prozent. Dies entspricht einer Verdoppelung der Produktivität in 27 Jahren! Berücksichtigt man zusätzlich die Arbeitslosenquote – in der Eurozone liegt sie bei 9,4 Prozent – und nimmt zur Kenntnis, dass sich durch die Globalisierung das Angebot an Arbeitskräften auf ca. 3 Milliarden erhöht hat, so ist Vollbeschäftigung – wenn man einmal von sitten- widrigen Verträgen und Dumpinglöhnen absieht – die utopischere Vorstellung als jene des bedingungslosen Grundeinkommens.

Auf das Tun-Können kommt es gerade des Geistes wegen an

Die Ergebnisse aus der Freiwilligenforschung sprechen für ein humanistisches, gemeinwohlorientiertes Menschenbild, das über biologische und ökonomische Motive hinausgeht, nicht bezüglich seiner Arbeitswilligkeit extrinsisch motiviert und kontrolliert zu werden braucht und z.B. durch Maslows Bedürfnispyramide veranschaulicht werden könnte.

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