Armutrisiko gestiegen - Aufruf: 4 Wochen von Hartz IV leben

Während Guido Westerwelle meint, in Arbeitslosen  spätrömische Dekadenz zu erkennen, verurteilt das Bundesverfassungsgericht die Hartz IV Gesetze als nicht mit der Verfassung (Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 GG) vereinbar. Die aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung zeigt: Arme Familien sind trotz des letzten Aufschwungs ärmer. 11,5 Millionen Bundesbürger leben in Armut. Je mehr Kinder, desto ärmer. Reiche Familien erhalten mehr Geld als arme. So unterschiedlich kann die Welt wahrgenommen werden.

Falls jemand die subjektive Wahrnehmung von Armut am eigenen Leib erfahren möchte, kann er dem Aufruf der Stadtteildiakonin für Harburg-Heimfeld folgen: "Wir rufen alle Harburger auf, mit uns vier Wochen lang vom Arbeitslosengeld II zu leben. Damit hat jeder die Chance am eigenen Leib zu erfahren, was es bedeutet Hartz IV-Empfänger zu sein."

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zu kurze Zeitspanne

An sich ist es ja eine gute Sache, sich 'in Hartz4-Empfänger hineinversetzen' zu wollen. Jedoch sollte man dabei bedenken, dass vier Wochen nicht ganz ein Monat und damit viel zu kurz sind. Drei Monate können wohl eher als Hineinversetzen gelten, da man Ausgaben planen muss und darum geht es ja mitunter, wenn man davon leben muss.
Man kann sich durch die Gelder nicht am sozialen Leben beteiligen, wie essen gehen oder ins Kino gehen, sich ordentliche Klamotten kaufen (nicht von Billigläden wie Kik, welches andere ausbeutet), sich bilden mit Büchern und anderem, sich ausgewogen von z.B. Bio-Regional-Kost ernähren, weil diese viel zu teuer für einen Leistungsempfänger ist. Usw. .......

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