Gleichheit macht glücklich

Zum verblüffenden Resultat einer Langzeitstudieschreibt die neue Rheinische Zeitung:

Er fand heraus, was Wachstumsapostel vom Glauben abfallen lässt: Nicht der vom Wirtschaftswachstum abhängige absolute materielle Wohlstand eines Landes ist für die Gesundheit und das Wohlbefinden von dessen Bevölkerung entscheidend, sondern: Der Grad der Ungleichheit in einer Gesellschaft.

Die Ergebnisse der britischen Studie legen weitere Schlüsse nahe: Eine bessere, gesündere, glücklichere, zufriedenere Gesellschaft erfordert einen Abbau des sozialen Gefälles mitsamt der daran hängenden Kopfmissgeburten. In einer solchen Gesellschaft würde nicht mehr der soziale Aufstieg, sondern die freie Entfaltung jedes Einzelnen im Vordergrund stehen. Sie folgt der Maxime: Dabeisein ist alles, Bessersein unwichtig. Indem sie für bessere Rahmenbedingungen sorgt, macht sie die Menschen in den Köpfen freier. Philosophisch könnte man dies als Verbindung von Marx und Nietzsche auffassen: Die äußere Befreiung durch Verbesserung der ökonomischen Bedingungen geht einher mit der inneren Befreiung von den Zwangsneurosen einer Sklavenmoral, wie sie vor allem im Arbeitsethos steckt.
 

Man könnte auch lapidarer schlussfolgern: Die Einkommens- und Vermögensschere ist so weit wie möglich zu schließen, damit es allen - gleich ob und wie arm oder reich - besser geht. Ein großer, ein wichtiger Schritt in diese Richtung wäre: Das Bedingungslose Grundeinkommen.

mehr


Mitteilungen

Kommentar hinzufügen

  • Keine HTML-Tags erlaubt
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Each email address will be obfuscated in a human readable fashion or (if JavaScript is enabled) replaced with a spamproof clickable link.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

CAPTCHA
Schreiben Sie die Lösung der Aufgabe in das Formularfeld. Durch die richtige Antwort unterscheiden sie sich von Spamprogrammen.

Nach oben