Hartz IV Empfänger sollen Organe spenden
Der heutige Arbeitsbegriff führt teilweise zu krassen Forderungen. Der Volkswirtschaftsprofessor Peter Oberender, von der Universität Bayreuth, fordert die Freigabe des Organhandels im Hinblick auf Erwerbslose.
Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit zu einem geregelten Verkauf von Organen haben.
Vor ein paar Jahren hatte ein Vorsitzender eines CDU nahen Studentenverbands ein eingeschränktes Wahlrecht für Harz IV Empfänger gefordert.
Man fragt sich, ob diesen Personen selbst solch absurden Ideen kommen oder ob sie Ofer des weit verbreiteten aber äußerst beschränkten Arbeitsbegriffs geworden sind.
Hier wird ganz unverblühmt Unterwerfung gefordert, bis hin zur Selbstaufopferung, als Antwort auf Armut, in einer Gesellschaft des Überflusses. Wären diese Äußerungen sichtbar, wie ein Organ, würden sie früher oder später in der Sammlung des Medizinhistorischen Museums der Charité landen.
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