Neue Utopien – zum Unterschied von Kommunismus und Grundeinkommen

01.03.2012

Die Fabrikzeitung (Rote Fabrik Zürich) widmet sich in ihrer aktuellen Nummer dem Kommunimus und fragt nach der Sprengkraft heutiger Utopien, wie das bedingungslose Grundeinkommen. Paula Scheidt im Gespräch mit Daniel Häni:
Neue Utopien PDF 1 Seite

Auszug:

Paula Scheidt: Das Einkommen wird von der Arbeitsleistung entkoppelt. Das ist ein kommunistischer Gedanke.

Daniel Häni: Der Kommunismus und das Grundeinkommen sind beides Sehnsüchte. Die Sehnsucht danach, dass alle Menschen menschenwürdig leben können. Beide basieren auf der Idee der Gleichheit. Aber der Kommunismus hat das Gleichheitsprinzip auf zu viele Lebensbereiche angewendet. Das war ein Fehler, es entstand ein Arbeitszwang. Der kommunistische Gedanke, dass alle Menschen vollkommen gleich sind, ist genauso falsch wie die kapitalistische Vorstellung des Menschen als reinem Reiz-Reaktions-Wesen. Beim Grundeinkommen bekommt zwar jeder das Gleiche, unabhängig davon, ob er es braucht, aber jeder kann auch selbst entscheiden, was er damit anfängt, was er arbeitet und wie viel. Das war vollkommen anders im Kommunismus. Deshalb waren dort auch die Regale leer. Die Menschen sind individuelle Gemütswesen. mit einer Seele, einem Rechtsgefühl, einem Geist und unterschiedlichen Interessen und Fähigkeiten.

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