Nachhaltigkeit an der sozialen Basis – Bedingungsloses Grundeinkommen Revisited
...Turbo-, Super- und Hyperkapitalismus stehen immer wieder in der Kritik. Ist das Bedingungslose Grundeinkommen eine Alternative zur Umverteilung? Kann das BGE Gerechtigkeit und Chancengleichheit herstellen und zudem die Gesellschaft im sozialen Gleichgewicht halten? Ein Kommentar von Hermann Goldschmidt und Iris Pufé
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Hinzu kommt, dass unser System aktuell jährlich ca. 1050 Milliarden Euro an Sozialtransferleistungen aufwendet, verteilt auf 155 Anspruchsgrundlagen und verwaltet von 38 Institutionen.
An die 1050 Milliarden Euro knüpft Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble an: „Das sind im Durchschnitt 12.500 Euro pro Kopf der Bevölkerung. Da muss man schon die Frage stellen, ob wir die Effizienz unserer Sozialleistungen nicht verbessern können“, so Schäuble am 13.02.2010 im Interview mit der Frankfurter Rundschau, in dem er die Sinnhaftigkeit der Sozialsysteme ebenso in Frage stellte wie ein Zuviel an Bürokratie.
Vertrauen und Mut durch Grundsicherung
Mehr als sechs Modelle attestieren dem BGE, dass es nicht mehr kosten würde als das bestehende System. „Das Grundeinkommen in Deutschland ist volkswirtschaftlich effizient und finanzierbar“: Zu diesem Schluss kommt das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut in einer Studie.
Ideen, wie sie mit dem Grundeinkommen umgehen würden, haben viele Bürger, aber am Zutrauen den Mitbürgern gegenüber mangelt es. Dabei könnte das positive Menschenbild von sich selbst auf andere übertragen werden: Wenn ich mir zutraue, verantwortungsvoll mit meinen tausend Euro umzugehen, warum dann nicht mein Freund, Bekannter, Nachbar?
Nicht mehr auf schnellen wirtschaftlichen Erfolg zwangsverpflichtet, gäbe es mehr Mut zu Firmengründungen, auch solchen, die einen Beitrag zum Umweltschutz oder einer gleicheren und sozialeren Gesellschaft leisten.
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Dem BGE Medienspiegel folgen
















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