Menschenwürde für acht Euro
...Auch nach der Unabhängigkeit liegt in Namibia die Arbeitslosigkeit bei 52 Prozent, die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wächst. Auch die Hoffnung der Kirchen, die Entwicklung durch ein bedingungsloses Grundeinkommen anzukurbeln, schwindet derzeit.
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Dem Feldversuch, der seit 2008 von den Evangelisch-Lutherischen Kirchen, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen in Namibia getragen wird, fehlt die Unterstützung der Regierung. Eine staatliche Kommission legte der namibischen Regierung zwar schon vor Jahren die Einführung des Grundeinkommens zur Überwindung der scharfen sozialen Gegensätze im Land nahe, doch nach wie vor gilt, was Bischof Kameeta sagt: „Wenn es um das bedingungslose Grundeinkommen geht, ist die Regierung sehr zurückhaltend.“
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Den Vorwurf, ein Pilotprojekt zum Grundeinkommen sei ein kolonialer Import, wies er als Thesen „ideologischer Eiferer“ zurück. Die rheinischen und westfälischen evangelischen Kirchen sowie die Vereinigte Evangelische Mission hatten den Aufbau des auf zwei Jahre angelegten Pilotprojekts in Namibia maßgeblich unterstützt. Wegen der Erfolge bei Armuts- und Kriminalitätsbekämpfung in Otjivero wurde BIG auch nach Auslaufen der ersten Phase in reduziertem Umfang weitergeführt. Eine weitere finanzielle Unterstützung durch die rheinische Kirche zum Überleben des Projektes wollte Präses Schneider weder zusichern noch ausschließen. „BIG war für uns ein Wunder“, sagte eine Frau aus Otjivero. Die Dorfbewohner hoffen, dass dieses Wunder anhält.
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Siehe unser Kommentar hier zum Grundeinkommensprojekt in Namibia
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