Kunst und Käse

30.01.2012

...Die aktuelle Debatte um Urheberrechtsverschärfungen greift in vielen Punkten zu kurz und muss mit der Frage verknüpft werden, woran KünstlerInnen prinzipiell verdienen soll(t)en.

Innovative und experimentelle Kunst will Fragen stellen, gesellschaftliche Strukturen durchleuchten, eingeübte Seh-, Hör- und Denkgewohnheiten infrage stellen, unerhörte sinnliche Erfahrungen vermitteln und Rechte für die Entrechteten einfordern. Rechthaberei ist eher selten ihre Sache. Insofern weckt die Behauptung "Kunst hat Recht" Aufmerksamkeit. Worum geht es?

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Laut einer Studie des BMUKK beträgt unser Durchschnittsverdienst als österreichische Kunstschaffende 4.500 Euro im Jahr, mehr als die Hälfte verdienen weniger als 1.000 Euro im Monat. 76 Prozent müssen mit Tätigkeiten jenseits der Kunstausübung dazuverdienen. Uns armen KulturarbeiterInnen wäre mit einem bedingungslosen Grundeinkommen mit Zuverdienstmöglichkeiten besser gedient als mit Urheberrechtsverschärfungen, zu deren juristischer Durchsetzung wir eh nie die Mittel haben werden.

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