Ein Häppchen Grundeinkommen

07.09.2016

Es soll ein Miniversuch werden – sowohl von der Teilnehmerzahl als auch von der Höhe her: 2.000 zufällig ausgewählte Arbeitslose bekommen steuerfrei 560 Euro im Monat. Gleichzeitig werden ihnen die bisherigen Bezüge aus der Arbeitslosenversicherung gestrichen. Sollten sie in der zwei Jahre langen Testperiode einen Job finden, wird das Grundeinkommen zusätzlich ausbezahlt.

Der Versuch soll klären, ob die Grundeinkommen-Versuchspersonen in höherem oder geringerem Maße eine neue Anstellung erhalten als eine gleich große, ebenfalls zufällig ausgewählte Kontrollgruppe, die weiterhin die üblichen Sozialleistungen bezieht. Beim finnischen Grundeinkommen-Modell handelt es sich also vor allem um einen Test, ob eine pauschalisierte und bedingungslose Sozialleistung geeignet sein könnte, Anreizfallen in der sozialen Sicherung auszuschalten und die Bürokratie zu vereinfachen.

Viele Kritiker halten das Experiment für die Klärung dieser Fragen aber für ungeeignet. Wolle man einen Anreiz schaffen, bei dem sich es sich immer lohnen würde, zusätzlich zum Grundeinkommen eine Arbeit anzunehmen, müsste dieses nicht auf dem jetzigen Mininiveau, sondern bei über 750 Euro liegen, hat beispielsweise der Gewerkschaftsverband SAK ausgerechnet.

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