„Wir müssen erstmal mit dem System anfangen…“ – über Selbstentmachtung und die Möglichkeiten des Bedingungslosen Grundeinkommens

20.01.2016
Unter dem Titel „Keine Arbeit, kein Leben. Was bedeutet uns der Job“wurde im vergangenen September in der Reihe WestArt Talk über das heutige Verständnis von Arbeit diskutiert

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schien es große Einigkeit in der Runde zu geben, dass das neoliberale System, die neoliberale Ideologie, bekämpft werden müsse. Zu diesem System gehörte es ebenso, die Bedeutung von Selbstverwirklichung im Beruf so stark aufzuladen, wie es heute geschieht.

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Nun blieb gegen Ende der Diskussion die Frage, wo und wie angefangen werden könnte mit der Veränderung der Gegenwart, und da herrschte plötzlich keine Einmütigkeit in der Einschätzung der Lage

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st das nicht genau die Selbstentmachtung, die wir in den letzten Jahren als Unterordnung unter vermeintliche „Sachzwänge“ zuhauf praktiziert haben? Was ist denn das neoliberale System? Wodurch ist es herbeigeführt worden? Waren das nicht Entscheidungen zur Gestaltung des Zusammenlebens, die dafür maßgeblich waren?

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Es hätte nahegelegen, an dieser Stelle zu fragen, inwiefern unsere „Arbeitslust“ und die Konsumhaltung nicht miteinander zusammenhängen, weil Konsum auch Ausdruck erfolgreicher Beteiligung an Erwerbstätigkeit ist, also Ausdruck dessen, einen Beitrag zu dem geleistet zu haben, was als höchstes Gut verstanden wird. Und wenn ein BGE genau diese Verknüpfung auflöste, dann könnte dies eben Folgen für den Konsum haben, weil er an symbolischer Bedeutung (Statussymbol, positionale Güter) verlöre. Die Frage wäre also nicht, ob die Menschen zu verzichten bereit sind, sondern ob sich durch ein BGE auch ihre Haltung zum Konsum verändern würde, weil er nicht dasselbe symbolisierte wie heute. Solche Überlegungen wurden leider nicht angestellt, nur Frau Hannemann ließ durch eine Bemerkung aufblitzen, dass dieser Zusammenhang besteht.

Diskussion: Keine Arbeit - kein Leben?

14.09.2015

Sicherer Job, gutes Einkommen und einen Arbeitsplatz in einem angesehenen Konzern: Für viele Beschäftigte galt dies lange Zeit als Idealvorstellung vom Arbeitsleben. Doch damit ist längst Schluss. Wo früher Arbeiter bohrten und schraubten, bauen heute Roboter Autos zusammen und laden LKWs ein und aus. Die Industrie ist automatisiert und digitalisiert. Der Wohlstand des Landes kann mit immer weniger Beschäftigten gesichert werden. Der Rest? Wird nicht gebraucht und aussortiert.

Mitteilungen

Neue Weltordnung von Unten

Eine dringende Ehrliche Wirtschaftsreform die den Menschen im Mittelpunkt hat und die Umwelt besonders, führt zu einer Friedlicheren Lebenswerteren, Glücklicheren und Letztendlich Erfolgreicheren Gesellschaft auf diesem unseren Planeten Erde. Wir haben doch nur diese Erde bis auf weiteres.
Für das Banbreitenmodell(Jörg Gastmann) mit der Option zur Reform des Geldsystems zugunsten aller Menschen. Diesen Kapitalismus haben die Erfinder so nicht vorhergesehen und würden sich im Grab umdrehen wenn Sie könnten.

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