BGE: Konkrete Vorschläge zur Finanzierung sind gefragt!
...WEIMAR. (fgw) Spannend waren die Diskussionsrunden in der Stadtbibliothek Weimar am 18. Januar mit zwei jungen Politikern (Piraten und Die LINKE) und zwei älteren Professoren aus Jena, einem Sozialpolitiker und einem Sozialrechtler zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE).
...
Das Publikum machte sich lautstark Gedanken, wie es funktionieren könnte und unterbreitete selbst Vorschlage. Zum Beispiel über eine Wirtschaftszone in Jena, um dort das BGE konkret auszuprobieren. Bedenken gab es aber auch, weil die DDR de facto ein Land mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen war und es trotzdem nicht funktioniert hat. Ausgehend vom Grundgesetz „Die Würde des Menschen ist unantastbar”, kamen das Wesen des Kapitalismus und die Moral zur Sprache. Es gab Gedanken über den möglichen Missbrauch des BGE, aber auch Hegel und Marx wurden zitiert.
...
Der Gedanke des BGE muss auf jeden Fall in der Gesellschaft weiter erörtert und die Finanzierbarkeit aufgezeigt werden. Zur Finanzierung des BGE benötigen wir ein Steuersystem, welches in den alten Ländern bis zur Einheit Deutschlands gültig war, denn dies ermöglichte einen starken Sozialstaat, der nunmehr durch die sogenannten Volksparteien rigoros abgebaut wird. Wir brauchen keine amerikanischen Verhältnisse, wo jeder für seine soziale Sicherheit selbst sorgen soll. Aber woher sollen die Bürgerinnen und Bürger das Geld nehmen? Das bleibt das Geheimnis der Liquidatoren des Sozialstaates, oder eines Herrn Thilo Sarrazin (SPD), welcher mit seiner 10.000,- €-Monatspension kluge Ratschläge für Hartz-IV-Empfänger gibt, wie sie sich mit 4 (in Worten: vier) Euro am Tag optimal ernähren können.
Die nächste Veranstaltung am 2. Februar sollte sich verstärkt mit überzeugenden Finanzierungskonzepten zur Umsetzung des BGE beschäftigen, sonst bleibt es nur eine Diskussionsrunde ohne konkrete Vorschläge.
...
Dem BGE Medienspiegel folgen















Mitteilungen
Finanzierung - Steuern auf den Energie- und Sachkapital-Einsatz
Eine bislang noch völlig unbekannte Variante des BGE ist die evolutionsprozess-logische Variante, die ich KREATIV-Lohn nenne. Er ist der machtpolitische Hebel, an dem sich das Umsteuerungspotenzial in die nächste Kulturepoche des KREATIVEN versammelt hat.
Der KREATIV-Lohn
1. ist energie- und sachkapitalsteuer-finanziert, d.h. also ökosteuerfinanziert.
2. ersetzt die Flächentariflohnerhöhungen der Großgewekschaften IGM, Verdi
3. verteilt den Produktivitätsfortschritt von rd. 30 Mrd. € p.a. in D, und zwar an diejenigen, die mit sehr geringem Energie- und Sachkapital-Verbrauch, d.h. alternativ leben.
4. wird von den Konsumenten von Energie- und Sachkapital-Einsatz finanziert, d.h. jenen die Fremdleistungen nicht durch Selbstleistung ersetzen wollen oder können
5. ist ein Leistungseinkommen, gemäß Punkt 3
6. ist machtpolitisch mehrmals getestet worden, z.B. bei der Metalltarifrunde Baden-Württemberg im April/Mai 1991. Sie endete nach 4 Tagen mit einem 2jährigen Panikabschluß. Man befürchtete, dass mein Hinzutreten mit dem KREATIV-Lohn die Tarifrunde implodieren lassen könnte
7. ist auf machtpolitischer Ebene selbstdurchsetzend, weil er einen Umverteilungseffekt von Zinseinkommens- zu Leistungseinkommens-Beziehern von rd. 200 Mrd. € p.a. in D mitbringt ...
8. wird totgeschwiegen, weil die Macht-Nr.1-Spitzen die Diskussion des KREATIV-Lohn nicht überlelben werden. Zu den Nr1-Spitzen gehört vor allem der IGMetall-Vorstand.
Weiteres auf der Webseite www.die-kreativen-partei.de, besonders auf der Unterseite /Erfolgsgeschichte.php
Rüdiger Kalupner
Entwickler evolutionärer Steuerungssysteme
Unternehmens- und Politikberater in Sachen Epochenwechsel
www.die-kreativen-partei.de
Kommentar hinzufügen