BGE: Konkrete Vorschläge zur Finanzierung sind gefragt!

23.01.2012

...WEIMAR. (fgw) Spannend waren die Diskussionsrunden in der Stadtbibliothek Weimar am 18. Januar mit zwei jun­gen Politikern (Piraten und Die LINKE) und zwei älte­ren Professoren aus Jena, einem Sozialpolitiker und einem Sozialrechtler zum Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE).

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Das Publikum machte sich laut­stark Gedanken, wie es funk­tio­nie­ren könnte und unter­brei­tete selbst Vorschlage. Zum Beispiel über eine Wirtschaftszone in Jena, um dort das BGE kon­kret aus­zu­pro­bie­ren. Bedenken gab es aber auch, weil die DDR de facto ein Land mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen war und es trotz­dem nicht funk­tio­niert hat. Ausgehend vom Grundgesetz „Die Würde des Menschen ist unan­tast­bar”, kamen das Wesen des Kapitalismus und die Moral zur Sprache. Es gab Gedanken über den mög­li­chen Missbrauch des BGE, aber auch Hegel und Marx wur­den zitiert.

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Der Gedanke des BGE muss auf jeden Fall in der Gesellschaft wei­ter erör­tert und die Finanzierbarkeit auf­ge­zeigt wer­den. Zur Finanzierung des BGE benö­ti­gen wir ein Steuersystem, wel­ches in den alten Ländern bis zur Einheit Deutschlands gül­tig war, denn dies ermög­lichte einen star­ken Sozialstaat, der nun­mehr durch die soge­nann­ten Volksparteien rigo­ros abge­baut wird. Wir brau­chen keine ame­ri­ka­ni­schen Verhältnisse, wo jeder für seine soziale Sicherheit selbst sor­gen soll. Aber woher sol­len die Bürgerinnen und Bürger das Geld neh­men? Das bleibt das Geheimnis der Liquidatoren des Sozialstaates, oder eines Herrn Thilo Sarrazin (SPD), wel­cher mit sei­ner 10.000,- €-Monatspension kluge Ratschläge für Hartz-IV-Empfänger gibt, wie sie sich mit 4 (in Worten: vier) Euro am Tag opti­mal ernäh­ren kön­nen.

Die nächste Veranstaltung am 2. Februar sollte sich ver­stärkt mit über­zeu­gen­den Finanzierungskonzepten zur Umsetzung des BGE beschäf­ti­gen, sonst bleibt es nur eine Diskussionsrunde ohne kon­krete Vorschläge.

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Mitteilungen

Finanzierung - Steuern auf den Energie- und Sachkapital-Einsatz

Eine bislang noch völlig unbekannte Variante des BGE ist die evolutionsprozess-logische Variante, die ich KREATIV-Lohn nenne. Er ist der machtpolitische Hebel, an dem sich das Umsteuerungspotenzial in die nächste Kulturepoche des KREATIVEN versammelt hat.

Der KREATIV-Lohn
1. ist energie- und sachkapitalsteuer-finanziert, d.h. also ökosteuerfinanziert.
2. ersetzt die Flächentariflohnerhöhungen der Großgewekschaften IGM, Verdi
3. verteilt den Produktivitätsfortschritt von rd. 30 Mrd. € p.a. in D, und zwar an diejenigen, die mit sehr geringem Energie- und Sachkapital-Verbrauch, d.h. alternativ leben.
4. wird von den Konsumenten von Energie- und Sachkapital-Einsatz finanziert, d.h. jenen die Fremdleistungen nicht durch Selbstleistung ersetzen wollen oder können
5. ist ein Leistungseinkommen, gemäß Punkt 3
6. ist machtpolitisch mehrmals getestet worden, z.B. bei der Metalltarifrunde Baden-Württemberg im April/Mai 1991. Sie endete nach 4 Tagen mit einem 2jährigen Panikabschluß. Man befürchtete, dass mein Hinzutreten mit dem KREATIV-Lohn die Tarifrunde implodieren lassen könnte
7. ist auf machtpolitischer Ebene selbstdurchsetzend, weil er einen Umverteilungseffekt von Zinseinkommens- zu Leistungseinkommens-Beziehern von rd. 200 Mrd. € p.a. in D mitbringt ...
8. wird totgeschwiegen, weil die Macht-Nr.1-Spitzen die Diskussion des KREATIV-Lohn nicht überlelben werden. Zu den Nr1-Spitzen gehört vor allem der IGMetall-Vorstand.

Weiteres auf der Webseite www.die-kreativen-partei.de, besonders auf der Unterseite /Erfolgsgeschichte.php

Rüdiger Kalupner
Entwickler evolutionärer Steuerungssysteme
Unternehmens- und Politikberater in Sachen Epochenwechsel
www.die-kreativen-partei.de

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