Technische oder konzeptionelle Probleme auf der Webseite des Deutschen Bundestages?
Das Lauffeuer der online Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen macht Schlagzeilen im ganzen Land und überfordert damit die Webseite epetitionen.bundestag.de des Deutschen Bundestages. Auf über 230 deutschen Webseiten wird auf dieser online Petition hingewiesen - auf großen online Zeitungen vermisst man jedoch offizielle Hinweise zur Petition. Über 20.000 Unterzeichner hat die Petition bisher gefunden. Und es werden mehr. Es wird diskutiert nicht nur in der virtuellen Welt, emotional, engagiert, interssiert. Das ist etwas in Bewegung.
Doch die Zahl der Mitunterzeicher wäre größer, gäbe es nicht zunehmend technische Schwierigkeiten auf der Webseite des Deutschen Bundestages. Neue Unterzeichner können sich nicht registrieren, werden mit Fehlermeldungen von der Registrierung bzw. Mitzeichnung abgehalten. Und war die Registrierung plus Mitzeichung nach mehreren Versuchen doch erfolgreich, so kann der Unterzeichner nicht mehr kontrollieren, ob seine Unterzeichung erfolgreich war, da nur noch ein geringe Anzahl alle Unterzeichner angezeigt werden. Auch laden die mittlerweile katastrophalen Ladenzeiten der Webseite zum "wegklicken" ein. Die schlichte und kostenlose Forensoftware SMF 1.1.8, welche der Deutsche Bundestag für die Mitzeichnung der online Petitionen zur Verfügung stellt, ist unübersehbar überlastet. Dies berichtet auch dieser Beitrag vom Perl-Blog und heise.de.
Fehler der folgenden Art sind keine Ausnahme mehr, beim Versuch, sich auf den Webseiten des Deutschen Bundestages zu registrieren:
„Fehler
(Nutzer) Dieser Name ist bereits in Verwendung“
Nutzer16941 schreibt dazu im online Forum des Deutschen Bundestages:
„Das ist leider ein Armutszeugnis für unsere Demokratie (und damit für uns das Volk), wenn unsere Regierung davon ausgeht eine kleines(?) System reicht aus. Denn scheinbar hat es das ja seit Jahren.“
Wäre nicht eine Petition zu Überarbeitung der Petitions-Webseite nötig, dass diese als demokratisches Instrument genutzt werden kann, gerade wenn viele Bürger sich beteiligen wollen? Zu Zeit scheint das Konzept der Petitions-Webseite des Deutschen Bundestages darauf ausgelegt zu sein, lediglich eine Kleinstgruppe von ca. 5.000 Mitzeichner diese Möglichkeit zu bieten. Werden es mehr, ist die Webseite des Deutschen Bundestages bereits überlastet, wie sich in der Vergangenheit mehrfach zeigte. Aber wer ist dort eigentlich überfordert? Die Volksvertretung scheint, mit der Webseite für online Petitionen, davon auzugehen, es gäbe keine große Beteiligung an Petitionen und stellt dementsprechend nur ein äußerst simples online Forum dafür zu Verfügung, welches so konfiguriert wurde, dass es bereits bei einer Anzahl von mehreren tausend registrierten Unterzeichner zusammenbricht - vermutlich aus Versehen. Ist das ein Bild heutigen Demokratieverständnisses?. Übertrüge man dieses Bild auf das allgemeine Wahlrecht, würde es bedeuten, dass nur noch ca. 60% der Wahlberechtigten einen Stimmzettel erhielten, da ja nicht jeder Wahlberechtigte sein Wahlrecht nutze - Ein merkwürdiges Verständnis von Demokratie, wenn schon an den einfachsten Möglicheiten der aktiven Umsetzung dieser gespart wird. Wir brauchen deutlich Mehr Demokratie!
Schicken Sie eine Postkarte an den Deutschen Bundestag, wenn technische Probleme beim unterzeichen der online Petition zum bedingungslosen Grundeinkommen auftreten sollten. Hier ist die Adresse des Deutschen Bundestages:
Deutscher Bundestag
Sekretariat des
Petitionsausschusses
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Der Text könnte wie folgt lauten:
Der Deutsche Bundestag möge beschließen ... das bedingungslose Grundeinkommen einzuführen.
Ich unterstütze die online Petition von Susanne Wiest auf der Webseite epetitionen.bundestag.de, vom 29.12.08.
(Vergessen Sie Ihre Unterschrift nicht.)
Dem BGE Medienspiegel folgen
















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