piratig und grün - Auftakt zur Woche des Grundeinkommens

Piraten Grundeinkommen ohne Bedingungen

Die Piraten haben es wohl selbst nicht geglaubt, wie leicht Berlin zu entern ist. Mit knapp 9% der Stimmern, bei einer Wahlbeteiligung von ca. 60% erleben sie einen Senkrechtstart an Stimmen wie keine andere Partei und ziehen erstmalig in ein Landesparlament ein.  Zusammen mit den Grünen haben die Piraten im Vergleich zu 2006 die meisten Stimmen gewonnen. Beide Parteien stehen dem Grundeinkommen sehr nahe. Oder besser gesagt, in beiden Parteien gibt es jede Menge Sympathisanten. Die Grünen haben zwar kein Wahlplakat mit dem Begriff Grundeinkommen aufhängen lassen, aber viele Grüne stehen der Idee des Grundeinkommens sehr nahe. Und sicher wird dieses Wahlergebniss der Piraten  Grundeinkommensbefürwortern auch in anderen Parteien den Rücken stärken.

Die Abgeordnetenhauswahl in Berlin war die erste, in welcher eine Partei offen für ein bedingungsloses Grundeinkommen eintritt, damit neben weiteren in Berlin auf Wahlplakaten wirbt und unter anderem mit diesem Thema beachtlich viele Stimmen erhalten hat.

Die Bundestagswahl 2009 war die erste Wahl, in der sich bundesweit Einzelkandidaten für das bedingungslose Grundeinkommen einsetzten - wie auch das forum-grundeinkommen - und das Thema damit in den öffentlichen Straßenraum brachten.

Dieses Wahlergebnis ist ein guter Auftagt für die Woche des Grundeinkommens 2011, welche vom 19. - 25. September veranstaltet wird.

 

Frank Thomas

Sympathisch erfrischende Eindrücke von der Pressekonferenz der Piraten

 


Mitteilungen

Unsachgemäße Gleichmacherei

Also, ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir die Gleichsetzung der Piraten mit den Grünen beim Thema "BGE" missfällt. Die Grünen mögen das BGE, die Piraten wollen das BGE tatkräftig umsetzen.
Ohne Piraten wäre der Begriff "Grundeinkommen" die letzten 2 Tage nicht ein einziges mal in breiter TV-Öffentlichkeit gefallen. Und er wäre auch in keinem Wahlprogramm der Parteien aufgetaucht, die den Sprung ins neue Berliner Parlament geschafft haben...
Politiker bekunden gerne Nähe zu allem, was sich gut anhört, nur die wenigsten haben die Eier, dafür auch einzustehen; deshalb sollte man die feigen Grünen nicht mit den mutigen Piraten diesbezüglich gleichstellen.

Ei, Ei ...

Nur 'mal zur Info: Bei DIE LINKE wird das BGE durchaus auch vertreten, nicht als alleinseligmachende Strategie, wie auf dieser Seite, das ist richtig. Aber mit diesem Eurem Anspruch, dass sich damit alle zumindest sozialpolitischen Probleme lösen lassen und es auch keinerlei Probleme damit im internationalen Maßstab gäbe - setzt möglicherweise die Finanzierbarkeit des BGE die aggressive Exportorientierung der Wirtschaft voraus? - ist das zu weicheiig, das ist mir schon klar. Der Linke fällt es halt schwer, sich so auf einen kleinen kuscheligen Wirtschaftsraum des Kerneuropa zu beschränken, seht und diese Bockigkeit einfach etwas nach und lauft dafür scharenweise zu den marktlibertärten Piraten.

achim

Gleichmacherei

Ich stimme voll zu.
Die Grünen sind feige und könen sich nicht durchsetzen.

Es geht nicht

Es geht nicht um Gleichmacherei. Das Grundeinkommen wird und wurde als Konzept sowohl bei den Grünen diskutiert wie auch bei den Piraten. Das grüne Grundeinkommen hatte 2007  die Chance ins bundesweite Parteiprogram aufgenommen zu werden. Dies scheiterte, da eine knappe grüne Mehrheit sich dagegen aussprach.

Neben den Piraten gab und gibt es auch einige weitere kleinere Parteien in Berlin, die sich offen für ein Grundeinkommen einsetzen. So z.B. die PSG, Die Violetten oder Die Partei und andere.

Doch gibt es noch weitere Parallelen zwischen den Piraten und den Grünen. So starteten auch die Grünen mal recht nonkonform und provokativ, ähnlich den Piraten und sprachen auch vor allem junge Wähler an, durch ihre unprofessionelle sympatische Lockerheit, wie sie auch z.B. bei der Pressekonferenz der Piraten zu spüren war.

Auch gibt es Piraten, z.B. die Braunschweiger Piraten, welche sich offen gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen aussprechen (wir berichteten). Ebenso gibt es Piraten, die nichts mit dem Begriff ReSET (Recht auf sichere Existenz und gesellschaftliche Teilhabe) anfangen können, weil sie diesen nicht kennen. Dies soll zeigen, dass das Engagement und der Mut für wirkliche Neuerungen immer von Einzelnen ausgeht.

Frank Thomas

 

 

Ja, endlich wird das BGE in

Ja, endlich wird das BGE in den Mund genommen, es wird ja Zeit, ohne es geht sowieso nichts mehr weiter. Das Geld ist ja da, es ist errechnet, es muß in den Umlauf, dann geht es auch der Wirtschaft, dem Handel und uns allen besser. Ich finde auch, daß die Grünen nichts zerreißen, sie sind feige und langweilig.

H. Bergbauer

Grüne Blätter - orangene Blüten?

Die Frage, was Grüne und Piraten miteinander gemeinsam haben, finde ich zumindest sehr interessant. Immerhin heißt es ja auch, dass die Piraten den Grünen in Berlin am meisten (Stimmen) geraubt hätten. Und von Seiten der Grünen wurde ihnen für ihren Erfolg auch noch höflich gedankt. Vielleicht hilft ein wenig römische Geschichte weiter, um das zu verstehen.
Die ersten römischen Siedler waren ja eine Art Piraten, die sich am Tiber sesshaft machen wollten. Sie hatten aber ein ernstes Nachwuchsproblem, denn es waren praktisch nur Männer. Da luden sie das schon länger in der Nachbarschaft ansässige Volk der Sabiner zu sich ein und raubten ihnen in diesem Zuge die Frauen. Diese waren nun für die Nachhaltigkeit im werdenden Rom zuständig, und es heißt, sie seien von den Römern positiv beeindruckt und durchaus mit ihrer neuen Lage einverstanden gewesen.
Wer sorgt nun für Nachhaltigkeit in Berlin und wer für neuen Wind?

S. Hilbert

(r)evolutionslogische Variante des Grund-/Zweiteinkommens

Es gibt einen bislang unbekannten Erkenntnisstand zum Thema Grundeinkommen.

Diese Unbekannte ist die evolutionslogische, systemstürzende Variante des Grundeinkommens. Sie bringt ihre Durchsetzungsmacht dominmächtig gleich mit. Sie ist das Maximum für den Umsturz der Machtverhältnisse. Es hat Verteilungs- und Vollbeschäftigungs- und wirtschaftliche Steuerungsfunktion zu Gunsten der Nicht-Kapitalbesitzer dadurch, dass es energie- und sachkapital-finanziert ist. Sie macht eine Volkswirtschaft global konkurrenzfähig, denn sie hebt die Volkswirtschaft auf die höchste Effizienzsstufe bezogen auf den Ressourcen- und Produktionsfaktor-Einsatz.

Mehr geht nicht für eine gute Ordnung für die MENSCHLICHE Entwicklung.

Dieser Evolutions-Variante habe ich den Namen KREATIV-Lohn gegeben. Er tritt an die Stelle der Flächentariflohnerhöhungen. Er hat die oberste Steuerungsmacht für die Wirtschafts- und Lebensstil-Weise inne.

Die EURO-Überschuldungskrise ist in dem Moment zulasten der Kapitalseite beendet, in dem der KREATIV-Lohn uns seine revolutionäre Epochenwechsel-Dimension öffentlich diskutiert wird.

Mehr dazu unter www.die-kreativen-partei.de

Grundeinkommen

SUPER! Wenn DAS kommt brauch ich NIE mehr zu arbeiten!° Dann miete ich eine billige Einzimmerwohnung an und lass dort 100 oder mehr Leute aus z.B Griechenland oder Portugal offiziell wohnen, die dann alle das BGE bekommen MÜSSEN! Die Mieter sind zwar nie da, weil sie offiziell Urlaub in ihren Heimatländern machen aber das dürfte dann ja nicht verboten werden!

Grundeinkommen

Vorteile:
- Man muss im Alter nicht erst sein vom Mund abgespartes Häuschen verkaufen, bevor man Unterstützung bekommt?
- Dann können die Beamten sich nicht mehr billig die zwangsversteigerten Häuser der arbeitenden und dann im Alter arbeitslos gewordenen Bevölkerung aneignen!
- Dann gibt es keinen Grund mehr, dass Alte einseitig Kündigungsschutz genießen und Junge keine Chance auf einen Arbeitsplatz haben.
- Jeder Student bekommt das BGE?
- Damit entfällt auch das Argument von Beamten im Ruhestand, sie bräuchten ihre unverschämt hohe Pension um den studierenden Sohn oder die Nichte zu unterstützen.
- Ist auch für die Studenten besser, wenn sie nicht auch noch dankbar sein müssen für das Bisschen Unterstützung, während sie (im Gegensatz zu den Alten) echt hart arbeiten!
- Für die, die jetzt dauerhaft Harz 4 beziehen, weil es ihnen mit Harz 4 besser geht, als wenn sie etwas arbeiten, für die gibt es mit dem BGE einen Anreiz zu arbeiten, weil es ihnen dann nämlich mit zusätzlicher Arbeit besser geht!!!!
- Die Hauptschuld an der Arbeitsunlust trägt nämlich diese Armutsverwaltungsindustrie.
- Diese Unsummen, die die Armutsverwaltungsindustrie verschlingt, die kommen dem BGE direkt zugute!
- Keine idiotischen Weiterbildungsmaßnahmen durch das Arbeitsamt mehr?
- Auch keine Beamten mehr ????????
- Da könnte eine wahnsinnige Effizienzsteigerung erzielt werden!!!!!
- Nur noch Leute, die der Aufgabe gewachsen sind und die ihre Arbeit gerne machen, in den Ämtern. Wenn sie keine Lust haben, sich einzusetzen (Ich denke jetzt an die missbrauchten oder vernachlässigten Kinder, die beim Jugendamt um Hilfe baten, aber immer wieder abgewiesen wurden), dann kann man sie auf BGE setzen und engagierte Leute dafür einstellen!

ICH BIN AUF JEDEN FALL FÜR BGE !!!

Fragen

@ 06.12. - Da denkt schon einer vorraus obwohl die grössten Hürden noch garnicht genommen sind. Ob am Ende das Wolkenkuckucksheim dabei herauskommt, ist zu bezweifeln. Das Grundeinkommen wir kein Lottogewinn sein, auch wenn manch einer darüber schon ins Träumen gerät.

@ 22.12. - Deine Befürwortung in allen Ehren, aber die Liste kommt nirgends auf den Punkt. Eine Provokation? Schauen wir uns die Tendenzen an die die Gesellschaft schafft komme ich bei spontaner Betrachtung zu:

- immer mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt. Unternehmen wollen schnell reagieren auf die Schwankungen des Marktes. Unbefristete Arbeitsverträge bleiben aus. Grosse Anforderungen an Mitarbeiter hinsichtlich Mobilität stehen dem Wunsch nach Familie entgegen. Wie kommt man solchen Interessenskonflikten entgegen?
- zunehmender Mechanisierung und Rationalisierung von menschlichen Arbeitskräften, ohne Rückgang von Produktion. Im Gegenteil, eine Steigerung von Arbeitsleistung. Beispiel Telekommunikation. Vorstellbar ist eine Umstellung von Vermittlungsstellen auf die gleiche Sprache wie die des Internets. IT Vermittlungsstellen werden über einen kundengenerierten Datensatz angesprochen und schalten in kurzer Zeit Telefon und DSL Anschlüsse frei. Heute arbeiten in dieser Branche noch zehntausende von teils heute gutverdienenden Menschen.
- Zu teuer. Für viele Branchen ist Deutschland ein unattraktiver Standort wenn es um die Frage der Lohnkosten geht. Vor allem in den letzten Tagen lesen wir immer wieder, wie ich finde mit bedauern, das die Solarbranche nicht mit chinesischen Produkten mithalten kann. Ein deutsches Solarmodul ist im schnitt 20 cent billiger. Ein über das Grundeinkommen mitgetragenes Lohnmodell schafft wieder Konkurrenz. Das Grundeinkommen versus Billiglohn.
- Platzhalter...

Ich bin auf jeden Fall für ein Grundeinkommen, weil ein Auskommen, ein anfangen ermöglicht.

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