EU Arbeitslosenquote - ESM und Grundeinkommen und Dosenöffner

EU Arbeitslosenquote - ESM und Grundeinkommen

In der gesamten Europäischen Union erreichte die Arbeitslosenquote im Mai mit 10,3 Prozent eine neue Rekordmarke. Insgesamt waren 24,8 Millionen Menschen in der EU arbeitslos. Für den Vormonat April korrigierte Eurostat die Quote von 10,3 auf 10,2 Prozent.
Am höchsten war die Arbeitslosigkeit in Spanien im Mai mit einer Quote von 24,6 Prozent. In der Gruppe der unter 25-Jährigen hat dort bei einer Quote von 52,1 Prozent sogar mehr als jeder Zweite keine Arbeit.
Quelle

Ist das kein Grund über ein europäisches Grundeinkommen nachzudenken anstatt über ESM? ESM ist ein Produkt, welches bestehende Strukturen und Banken stützen soll. Ganz davon abgesehen, dass von wenigen über das Geld sehr vieler entschieden wird, ohne dass jemand gefragt wurde.  Grundeinkommen stellt bestehende Strukturen in Frage und stützt die Souveränität der Bürger.

Grundeinkommen käme bei jedem an und wir könnten uns Bedrüftigkeitsprüfungen ersparen. Denn bedürftig ist jeder in einer hoch spezialisierten und arbeitsteiligen Welt. Jeder ist auf die Produkte oder Dienstleistungen seines Nachbarn angewiesen. Das sind die Kennzeichen unserer Zeit. Arbeitsteilung hat uns hoch produktiv gemacht aber auch abhängig von einander. Denn jeder stellt nur einen kleinen Teil eines ganzen Produktes oder einer Dienstleistung her. Selbstversorgen kann sich heute niemand mehr. Und wenn, würde er sich wirtschaftlich und sozial zum Autisten entwickeln. Solche Phänomene können heute beobachtet werden, was z.B. durch heutige sogenannte Sozialgesetze bewirkt wird. In einer Zeit globaler Arbeitsteilung ist es absurd, vom Einzelnen zu erwarten, dass er sich selbst versorgen solle.

Ist es nicht Konsens, dass wir niemanden fallen lassen wollen wie in Art. 1 GG formuliert? Sind die Fragen nach ESM und bedingungslosem Grundeinkommen nicht auffallend ähnlich und auch wieder nicht? ESM: Staaten bzw. Banken sollen Geld erhalten, weil es ohne nicht geht. BGE: Bürger sollen Geld erhalten, weil es ohne nicht geht.

Ein Grundeinkommen ist nur ein Grundeinkommen, eine Basis, jedoch garantiert, ohne welche niemand handeln kann, weil er ohne diese immer gewungen ist, sich als Selbstversorger zu verhalten. Also immer an sich zuerst zu denken. Erst ein garantiertes Grundeinkommen ermöglicht jedem die Bedürfnisse der anderen durch seine Arbeit zu befriedigen, weil es den Blick auf den anderen richtet und eben nicht auf sich selbst, wie zu Zeiten der Selbstversorgung.

Durch Errungenschaften unserer Zeit, wie Bildung und hohe Produktivität und Spezialisierug, ist es möglich, dass wir uns bewusst als Gemeinschaft wahrnehmen, in der keiner ohne den anderen leben kann. Wir können bewusst die Schritte gehen zu einer Gemeinschaft, welche sich nicht als Fan-Gemeinde wahrnimmt - bestimmt  durch ein äußeres Geschehen -, sondern die Ihre eigenen Fähigkeiten im Blick hat und die Souveränität jedes Einzelnen.

Arbeitslosigkeit ist ein Sieg der Menschen über die Natur und stellt einen hochentwickelten Kulturzustand dar. Frühere Generationen haben daran gearbeitet, dass mit viel weniger Aufwand viel mehr produzieren werden kann. Wenige Automaten produzieren heute Güter was Millionen von Menschen früher unmöglich war. Die Frage, die sich stellt, ist nicht wie wir Arbeitslosigkeit vermeiden können, sondern was wir mit der gewonnenen Zeit anfangen.

Automaten sind ein Segen für die Produktion. In der Massenproduktion ist ständige Qualitätskontrolle unabdingbar. Für Menschen gilt jedoch genau das Gegenteil. Ein Produkt wird durch ständige Kontrolle und Optimierung von außen verbessert. Ein Mensch jedoch kann sich aber nicht entwickeln, wenn ihm ständig vorgegeben wird was er tun oder lassen soll. Genau dies muss er selber sehen. Für das eigene Handeln muss man selbst die Verantwortung übernehmen, um sich entwickeln zu können. Das kann man nur, wenn man als Individuum, als einzigartiger Mensch verstanden wird und nicht als ein Massenprodukt.

So gesehen ist das bedingungslose Grundeinkommen gerade kein Gießkannenprinzip wie es von manchen behauptet wird. Ein Gießkannenprinzip läßt sich jedoch in der heutigen Hartz IV Praxis beobachten. Als freies Wesen, als Mensch, als freier Bürger wird dort kaum jemand wahrgenommen. Es ist auch schwer möglich einen "Kunden" als Individuum wahrzunehmen, muss doch das Ziel verfolgt werden, Arbeitslosigkeit mit allen Mitteln zu beseitigen.

Es scheint so, als bräuchte man die Idee des Grundeinkommens zunächst als Dosenöffner. Einfach mal die Dose aufmachen, um zu sehen, dass es doch nur eine Konserve ist. Eine bald 200 Jahre konservierte Deutung des Begriffs: Arbeitslosigkeit.

Frank Thomas

 

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Mitteilungen

Arbeitslosigkeit= Grundeinkommen

An sich ein guter Kommentar zum Grundeinkommen, Arbeitslosigkeit kann jedoch nicht als Grundeinkommen verstanden werden, da wenn die menschen Das Bedingungslose bekommen, sie vielfälltiger Tätigekieten, arbeiten nachgehen werden.
Das ist ihnen bestimmt bewusst, wird jedoch hier von ihnen eben falsch beschrieben, B.B

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Ich denke auch, dass der Kern des Themas lautet, die Menschen müssen lernen ihre Zeit sinnvoller zu nutzen. Und das heißt: mehr soziale Arbeit! Es gibt so viele Verbrecher in der Welt. Wenn es die nicht gäbe, würden wir mehr Kultur und Kunst machen. Da es sie aber gibt, muss man mehr Zeit und Arbeit investieren, um eine bessere und gerechtere Welt zu bekommen. Das ist sozial.
Ich halte stumpfe Erwerbsarbeit, die etwa nur Verwaltungsakte beinhaltet, für verschwendete Zeit. Es gibt so viel wichtigeres. Ein BGE würde den Menschen helfen, sich um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern und ihre eigenen Talente einzubringen.

Bisher muss man um arbeiten zu können flexibel, belastbar, teamfähig, gut aussehend und immer gut gelaunt sein. Dazu kommt, dass die Anforderungen in Sachen Bildung extrem hochgeschraubt wurden, die Bewerber sollen für möglichst jede Arbeit Abitur vorweisen. Und ganz wichtig: Man braucht Mobilität. Wer keinen Führerschein und kein Auto hat, ist auch verloren. Dieses Schema ließe sich brechen mittels BGE. Die Menschen könnten das tun, was sie können und was sie gern tun. Die Interessen liegen so breit auseinander, nicht umsonst ergreifen die Menschen heute schon verschiedenste Berufe mit dem Hintergrund, dass der Beruf ihre Interessen fördern muss. Das wird in Zukunft nur noch besser möglich sein.

Die Regierungsdinosaurier wie SPD und Union werden sich nicht mehr lange halten können, wenn sie an Vollzeitarbeit statt am BGE festhalten. Das BGE wird kommen, davon bin ich überzeugt. Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Und das ist gut so. Es wird ein Gewinn für uns alle und ein Fortschritt für den Geist der Menschheit.

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