Auf das Tun-Können kommt es gerade des Geistes wegen an

Die Ergebnisse aus der Freiwilligenforschung sprechen für ein humanistisches, gemeinwohlorientiertes Menschenbild, das über biologische und ökonomische Motive hinausgeht, nicht bezüglich seiner Arbeitswilligkeit extrinsisch motiviert und kontrolliert zu werden braucht und z.B. durch Maslows Bedürfnispyramide veranschaulicht werden könnte.

Obwohl die Bedürfnispyramide kulturabhängig und nicht überall reproduzierbar ist, so ist es in unserer Gesellschaft für viele doch möglich, Nahrung, Kleidung und Behausung zu finden. Andererseits deutet die Verengung in Richtung Spitze bereits an, dass nur wenige
es vermögen, zusätzlich dazu auch das Bedürfnis nach sozialer Anerkennung, Selbstverwirklichung oder gar
Transzendenz zu befriedigen. Bei aller Reserve gegenüber der Anthropologie lässt sich zusätzlich sagen: «Auf das Tun-Können kommt es gerade des Geistes wegen an», so dass wir nicht von einem Menschenbild ausgehen sollten, welches die Verweigerung von Tätigsein unterstellt, sondern genau vom Gegenteil.
 


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