Vollbeschäftigung ist die utopischere Vorstellung als jene des bedingungslosen Grundeinkommens

Wir wissen heute recht gut, dass die vermeintlich konjunkturellen Probleme struktureller Art sind und letztlich Kontinuität aufweisen. Kontinuität besteht beispielsweise – positiv gesprochen in der Technologieentwicklung – real ausgedrückt in dem sich daraus ergebenden Rationalisierungspotenzial: Seit 1970 erhöht sich die Zahl der Güter und Dienstleistungen, die wir pro Stunde zu produzieren in der Lage sind, jährlich um ca. 2,6 Prozent. Dies entspricht einer Verdoppelung der Produktivität in 27 Jahren! Berücksichtigt man zusätzlich die Arbeitslosenquote – in der Eurozone liegt sie bei 9,4 Prozent – und nimmt zur Kenntnis, dass sich durch die Globalisierung das Angebot an Arbeitskräften auf ca. 3 Milliarden erhöht hat, so ist Vollbeschäftigung – wenn man einmal von sitten- widrigen Verträgen und Dumpinglöhnen absieht – die utopischere Vorstellung als jene des bedingungslosen Grundeinkommens.


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