Theo Wehner, Prof. Dr. phil. habil. Dipl.-Psych., geboren 27. März 1949 in Fulda (Hessen), verheiratet, zwei Kinder. Theo Wehner ist seit Oktober 1997 ordentlicher Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der ETH Zürich und Leiter des Zentrums für Organisations- und Arbeitswissenschaften (ZOA). Er studierte nach abgeschlossener Berufsausbildung und mehrjähriger Angestelltentätigkeit an der Universität Münster Psychologie und Soziologie. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Münster und Bremen, promovierte und habilitierte sich 1986 ebenfalls dort. Von 1989 bis 1997 war er Professor für Arbeitspsychologie an der TU Hamburg-Harburg.
Forschungsschwerpunkte
- Handeln in komplexen Systemen und Organisationen (Spital, Schule), - Freiwilliges Tätigsein in der Gesellschaft und in Organisationen (in der Schweiz auch Miliztätigkeit,in der Kirchen-, Schulpflege und der pol. Gemeinde) - Psychologische Risiko-, Sicherheits- und Fehlerforschung in hoch-komplexen Systemen, - Verhältnis von Erfahrung und Wissen, - innovatives und kooperatives Handeln; In seiner Forschung ist ein sowohl quantitatives als auch qualitatives empirisches Vorgehen zentral, jedoch immer eingebettet in die betriebliche Lebenswelt und in enger Kooperation mit den Vertretern der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite.
Vollbeschäftigung ist die utopischere Vorstellung als jene des bedingungslosen Grundeinkommens
Wir wissen heute recht gut, dass die vermeintlich konjunkturellen Probleme struktureller Art sind und letztlich Kontinuität aufweisen. Kontinuität besteht beispielsweise – positiv gesprochen in der Technologieentwicklung – real ausgedrückt in dem sich daraus ergebenden Rationalisierungspotenzial: Seit 1970 erhöht sich die Zahl der Güter und Dienstleistungen, die wir pro Stunde zu produzieren in der Lage sind, jährlich um ca. 2,6 Prozent. Dies entspricht einer Verdoppelung der Produktivität in 27 Jahren! Berücksichtigt man zusätzlich die Arbeitslosenquote – in der Eurozone liegt sie bei 9,4 Prozent – und nimmt zur Kenntnis, dass sich durch die Globalisierung das Angebot an Arbeitskräften auf ca. 3 Milliarden erhöht hat, so ist Vollbeschäftigung – wenn man einmal von sitten- widrigen Verträgen und Dumpinglöhnen absieht – die utopischere Vorstellung als jene des bedingungslosen Grundeinkommens.














