Die Machtfrage - Ansichten eines Nichtwählers

"Wer wählt, stimmt zu. Jede Stimme für eine der Parteien wird diese sofort als Ermunterung zum Weiter-so verstehen" sagt Gabor Steingardt, Mitarbeiter des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL. In seinem neuen Buch "Die Machtfrage - Ansichten eines Nichtwählers" beschreibt er den erstarrten Zustand des politischen Systems in Deutschland und wie dieser geändert werden kann: "Wer die Öffnung des heutigen Parteienstaats vorantreiben will, darf ihn nicht bestätigen ...

 

Es gibt heute nur ein Stimmverhalten, das den Ruf nach Erneuerung ausdrückt ... Die Rede ist von der Wahlenthaltung ... Über die Details dieser Erneuerung ... muss geredet werden - nicht nur unter den Parteien, sondern mit mir, den ihr abschätzig Nichtwähler nennt."
Erneuerungsvorschläge: ein neues Wahlrecht mit mehr Einfluss für die Bürger, Weiterentwicklung des Grundgesetzes zu einer demokratischen Verfassung, Einführung der Direkten Demokratie durch Volksabstimmung auf Bundesebene.

Gabor Steingart: Die Machtfrage. Ansichten eines Nichtwählers. Piper, 214 Seiten, 14,95 Euro

Auf der Webseite www.demokratie-erneuern.de läd  Steingardt ein, eigene Gedanken und Vorschläge zu äußern. Das bedingungsloses Grundeinkommen wäre ein Vorschlag. Baut es doch vor allem darauf, Bürgerinnen und Bürgern mehr  Selbstverantwortung und Mitgestaltung zu ermöglichen. Die wirtschaftliche Grundlage für jede souveräne Entscheidung kann nur ein bedingungsloses Grundeinkommen sein. Eine Auswahl dieser Vorschläge soll in seinem nächsten Buch "Machtfaktor 0.2" veröffentlicht werden.

Rezensionen

Deutschlandradio

Die Welt

Aktion Volksabstimmung

 

 

Mitteilungen

Nichtwählen bringt nichts

Es ist ja richtig,wir brauchen mehr direkte Demokratie! Wenn man aber nicht wählen geht,dann ändert sich garnichts,dann bleibt alles wie es ist! Denn die Stammwähler der CDU/CSU,FDP,SPD und Grünen gehen garantiert wählen,also ist doch klar,wer bei der Wahl gewinnt,wenn die anderen Menschen sich der Stimme enthalten!? Man kann mit seiner Stimme die Leute wählen,die sich für mehr Demokratie einsetzen,diese Leute befinden sich in der Linkspartei. Außerdem streitet diese Partei für einen gesetzlichen Mindestlohn,für Arbeitszeitverkürzung-das ist wichtig,damit auch die Leute Arbeit finden,die jetzt zu Hause sitzen,für eine Bürgerversichererung,für die Abschaffung der Schikanen durch die Arbeitsämter-also Hartz-IV,Herabsetzung des Rentenalters usw. Zur Arbeitszeitverkürzung muß man noch sagen,daß man wahrscheinlich einen Lohnausgleich nur hinbekommt,wenn man die genannten Punkte mit einem Grundeinkommen verknüpft,bzw. mit dem Grundeinkommen das Minus ausgeglichen wird. Das sollte natürlich ncht der Hauptgrund für ein Grundeinkommen sein. Auch die Zahl derer,die sich in der Linkspartei für ein BGE einsetzt,wächst. Gruß,Frank

Verklärung der Linkspartei

In der Pressemitteilung von Klaus Ernst und Katja Kipping vom 27.01.2009  zu Zielen der Linkspartei wird deutlich, dass sich auch die Linkspartei als Partei nicht für ein Grundeinkommen einsetzt, wie andere Parteien auch. Dies tun in jeder Partei nur einzelne Personen. Auf der Verpackung der Parteien steht dann evtl. Grundeinkommen drauf, aber es ist kein Grundeinkommen drin. Eine Verklärung der Linkspartei hilft da wenig. Der Arbeitsbegriff der Linkspartei stammt, wie der anderer Parteien und der Gewerkschaften auch, von vor über 100 Jahren.

Gabor Steingart kritisiert doch gerade die Starrheit aller Parteien, bzw. des alleinigen Parteiensystems. Es wäre auch inkonsequent eine Partei zu wählen, um direkte Demokratie zu erreichen. Direkte Demokratie heißt doch nicht zufällig DIREKTE Demokratie. Zudem beschreibt diese nicht einen zu erreichenden Zustand, sondern einen Prozess dahin, wie auch das zukünftige und heutige Tätigsein in diesem als individuelle Verantwortung für das Gemeinwesen.

Frank Thomas

Verklärung?

Hallo, ich habe nicht behauptet,daß die Linkspartei für ein BGE ist! Ich habe nur gesagt,daß die Zahl derer,in der Linkspartei,wächst,die für ein Grundeinkommen sind! Meine Meinung ist,das Grundeinkommen allein wird nicht ausreichen,um die Gesellschaft für die Zukunft gerecht zu gestalten. Einige Punkte hab ich schon genannt,das Zinssystem und die Börsenspekulation sind auch zu kritisieren. Die Zinsen sorgen dafür,daß bei denen,die schon genug haben,noch mehr überflüssiges Kapital angehäuft wird und bezahlen muß das natürlich der,der auf Produkte Zinsen zahlt,also der "kleine Mann". Das macht nicht nur die Produkte teuerer,auch das Geld wird teurer. Das Ganze nennt man dann Wachstum. An der Börse zählen nur Gewinne und was sich nicht rentiert,also der Mensch,wird aussortiert. Es werden tausende,ja millionen Arbeitsplätze an der Börse verzockt.Das muß ein Ende haben! Wenn man also ein Grundeinkommen einführt,nur um die Leute zu beruhigen,dann ist die nächste Krise schon vorprogammiert,denn das Geld fließt weiter dahin,wo es den Menschen,der Gesellschaft und der Wirtschaft nichts bringt.

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